Auf der Suche nach dem besten Kaffee in Düsseldorf habe ich mit Barrista Chad vom Cøffe am Calsplatz gequatscht. Sein Wissen über Kaffee ist unglaublich. Einige Geheimnisse und Tricks verrät er jetzt im Interview / unbezahlte Werbung

Für alle die Das Cøffe noch nicht kennen, hier ein kurzes Intro: Ihr findet dieses wunderschöne kleine Café am belebten Carlsplatz in der Altstadt, dem Herzen Düsseldorfs. Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Spezialgebiet vom Cøffe guter Kaffee. Das Cøffe gibt es seit 2017 und begeistert seitdem viele DüsseldorferInnen mit ihren Kaffeespezialitäten und dem außergewöhnlichen Interior. Dieses erzählt nämlich seine eigene Geschichte:

Vom Reformhaus zum Cøffe

Wenn man genau hinsieht, erkennt man es schnell: Viele Jahre lang war hier ein traditionsreiches Reformhaus zu finden. Über der Kaffeetheke kann man auch heute noch den Satz „Vorbeugen ist besser als heilen“ lesen, den Das Cøffe nun als Slogan auf der Website verwendet.

Ebenso kann man die Lettern des Reformhauses noch auf den Scheiben vom Cøffe lesen. Auch die vielen Regale im Café erinnern daran, wie hier einst viele kleine Fläschchen und Anwendungen zur Steigerung des Wohlbefindens platziert waren.

Fotos by Ho-Wing

Interview mit Barrista Chad über das Cøffe und die Düsseldorfer Kaffee-Szene

Chad ist heute Head Barrista im Cøffe und hat mich mit seinem Wissen über und seiner Leidenschaft für Kaffee sehr beeindruckt. Ich hätte ihm ewig dabei zuhören können, wie er über unterschiedliche Röstungen und seine Ausflüge auf die Kaffeeplantagen spricht. Das werdet ihr mit Sicherheit jetzt auch feststellen, sobald ihr dieses Interview lest. Los geht’s:

Magst du dich kurz vorstellen?

Chad: Ich bin Chad. Ich komme ursprünglich aus Seattle und bin seit 5 Jahren in Deutschland. Seit dem arbeite ich als Barrista. Seit vier Monaten bin ich nun Head Barista im Cøffe.

Was ist das Besondere am Cøffe?

Chad: Cøffe ist ein Third Wave Café*. Transparenz ist uns sehr wichtig. Wir arbeiten nur mit Röstereien zusammen, die fair einkaufen. Die Bauern stecken viel Arbeit in die Produktion und es ist nur fair, dass sie auch gut bezahlt werden, sodass sie ihr Produkt verbessern und ihre Mitarbeiter gut bezahlen können. Nach vielen persönlichen Gesprächen mit Bauern aus Kaffeeursprüngsländern wissen wir, dass der Marktpreis oft noch immer nicht hoch genug ist, um rentabel zu sein.

Wir im Cøffe sind wie eine Familie, die aus aller Welt kommt und sich unendlich viel mit Kaffee beschäftigt. Wir wollen der Welt unsere Liebe für Kaffee vermitteln und unseren Gästen zeigen, wie man guten Kaffee auch zu Hause zubereiten kann. Jeder ist bei uns willkommen. Wir möchten wie ein kleines Wohnzimmer mitten in der Stadt sein.

*“Der Gedanke nachhaltig und bewusst Kaffee zu genießen – also auf Tranparenz und Fairness zu achten, auf die Verarbeitung der Bohnen vom Strauch bis in den Röster und natürlich auf die Zubereitung“Green Cup Coffee

In Düsseldorf gehört beispielsweise auch die Rösterei Schvarz mit ihrem sensationellen Werksverkauf der Third Wave Coffee Bewegung an. Den Kaffee der Rösterei Schvarz bietet das Cøffe übrigens auch an.

Sonntagsausflug für Kaffeeliebhaber: Werksverkauf der Rösterei Schvarz in Düsseldorf

Wie gut ist die Düsseldorfer Kaffeeszene aufgestellt? Kennt man sich untereinander?

Chad: Die Düsseldorfer Coffee Community ist eine sehr kleine Community. Es ist wie im Dorf zu leben, jeder kennt jeden.Auf Messen sind es immer die selben Leute. Aber trotzdem macht es viel Spaß. Wir sind immer bereit einander zu helfen und neue Ideen auszutauschen.

Das musst du über Kaffee wissen!

Was ist das Wichtigste, was ein Kaffee-Neuling über wirklich guten Kaffee wissen sollte?

Chad:
1. Kaffee zu rösten ist ein Handwerk!
Unterstützt eure lokalen Kaffeeröster! Da steckt Mega viel wissen hinter und es ist nicht so einfach wie man vielleicht denkt. Sie arbeiten sehr hart, um das beste Geschmackserlebnis aus den Bohnen zu kreieren. Das ist nicht zu unterschätzen.

2. Transparency ist die Zukunft für Kaffee!
Glaube nicht, dass ein Fair-Trade Siegel bedeutet, dass der Kaffee und die Bedingungen für die Bauern automatisch gut sind. Kaufe lieber von direct trade oder frage deine lokalen Röster. Die können dir sagen, woher die Bohnen kommen und wie fair sie dort wirklich produziert werden.

3. Der Mahlgrad ist einer der wichtigste Faktoren!
Der Mahlgrad spielt eine große Rolle bei der Zubereitung. Da muss man viel rumspielen, bis man den besten Geschmack erreicht. Wenn der Kaffe zum Beispiel sehr schnell durchläuft, wässrig und bitter ist, muss der Kaffee feiner gemahlen werden. Wenn er hingegen sehr langsam durchläuft und extrem sauer und „salzig“ schmeckt, muss der Kaffee gröber gemahlen werden.

4. Die Wassertemperatur, Brühzeit, Filter, Wasserhärte etc. sind auch nicht zu unterschätzen!
Das Endresultat wird von jedem Faktor stark beeinflusst. Aber keine Sorge: Man darf damit rumspielen, denn…

5. Es gibt kein richtig oder falsch! Im Endeffekt, geht es um Geschmack.

Mein Fazit: Warum sich ein Besuch im Cøffe am Carlsplatz lohnt

Für mich stimmt hier einfach das Gesamtpaket. Man entkommt dem Trouble der Innenstadt für ein paar Minuten, lässt sich beraten und kann sich sicher sein, dass man fair produzierten, wirklich leckeren Kaffee bekommt. Das Café Intertior ist unfassbar schön. Man fühlt sich, als würde man in einem Interior Buch mit den schönsten Cafés Deutschlands blättern. Einen Besuch würde ich unter der Woche empfehlen. Am Wochenende wird es zu den Stoßzeiten sehr voll und man sieht vor lauter Menschen das schöne Interior nicht mehr. Wenn ihr das nächste Mal dort seid, verlinkt mich unbedingt auf Instagram (@lisas_closeup)

Und hier findest du Das Cøffe:

Mo-Fr 08:00–18:00
Sa 09:00–18:00
So 12:00–18:00
Benrather Str. 6B, 40213 Düsseldorf // Am Carlsplatz neben Yomaro

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